Dresden, 28.03.2026
Nach dem Bürgerdialog vom 18. März 2026 erklärt die Initiative Carolabrücke: „Wir unterstützen den Vorstoß einzelner Planungsbüros, im weiteren Verfahren auch dem Wunsch nach einer Bogenbrücke zu entsprechen. Zugleich befürworten wir eine vertiefte Auseinandersetzung mit dieser Brückenform und ihren gestalterischen Konsequenzen im Kontext der historischen Altstadt. Die bislang vorgelegten Überlegungen der beteiligten Büros lassen den Anspruch erkennen, verkehrliche, gestalterische und stadträumliche Belange zusammenzuführen.“
Seit ihrer Gründung hat sich die Initiative für mehr Bürgerbeteiligung in unterschiedlichen Formaten eingesetzt, insbesondere im Austausch mit Vertretern der Stadtverwaltung. Die nun angestoßene Beteiligung bewertet sie vor diesem Hintergrund als Fortschritt. „Der Bürgerdialog war ein wichtiges Signal. Wer an einer so prägenden Stelle Dresdens baut, darf nicht über die Köpfe der Bürger hinweg planen. Die neue Carolabrücke ist eine generationelle Entscheidung. Sie muss funktional überzeugen und von der Stadtgesellschaft getragen werden. Sie muss sich zugleich in die historische Altstadt einfügen – jedoch nicht als abstrakte Neuinterpretation, die historische Bezüge lediglich zitiert, ohne sie gestalterisch einzulösen. Wir setzen darauf, dass die Landeshauptstadt Dresden den begonnenen Austausch zwischen Planungsbüros und Bevölkerung auch in den kommenden Monaten verlässlich weiterführt.“
Die Dresdner Baukultur verlangt eine breite öffentliche Verständigung, welche die in der Stadtgesellschaft artikulierten Gestaltungspräferenzen berücksichtigen muss. In mehreren Petitionen und Umfragen hat sich die Erwartung einer am historischen Vorbild von 1895 orientierten Carolabrücke gezeigt. Dieses Votum aus der Stadtgesellschaft sollte im weiteren entwicklungsbezogenen Handeln der Stadtverwaltung stärker Berücksichtigung finden und in künftigen Planungen entsprechend zum Ausdruck kommen. Vor diesem Hintergrund regt die Initiative an, den intensiven Austausch zwischen Stadtpolitik und Gesellschaft auf die Stadträume entlang der St. Petersburger Straße auszuweiten. Die bisherigen Planungen der Büros bilden eine Grundlage, um auch deren Gestaltung weiterzuentwickeln.
Bilder: Initiative Carolabrücke. Das Foto zeigt die von den Dresdnerinnen und Dresdnern im Rahmen des Bürgerdialogs erstellten Notizen. Deutlich wird der Wunsch nach einer historisierenden Gestaltung der dritten Carolabrücke. Die Visualisierung (enthält KI) vermittelt einen Eindruck von der Atmosphäre, die auf einer historisierend gestalteten neuen Carolabrücke herrschen könnte.

